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WER DIE WAHL HAT, HAT DIE WAHL!

Wie lassen sich Diktatur und Demokratie voneinander abgrenzen? Was macht ein Demokratisches Gemeinwesen aus? Kann ich wirklich etwas tun, um Demokratie mitzugestalten? Am historischen Ort Prora gehen Schüler diesen Fragen in Feldforschung & Workshops nach.

  

Prora, entworfen und erbaut von den Nationalsozialisten, genutzt in den Jahren der DDR, ist ein Zeitdokument. Zum Sprechen bringen es die dortigen Gedenk- und Dokumentationszentren.
Wir nutzen den historischen Ort für ein Thema, das aktueller nicht sein könnte und setzen uns auf dieser Projektklassenfahrt mit den Merkmalen autokratischer und demokratischer Gesellschaften auseinander. In Zusammenarbeit mit dem Prora-Zentrum und dem Dokumentationszentrum Prora.

Anhand zweier Epochen der jüngsten deutschen Zeitgeschichte – der Zeit des Nationalsozialismus und der DDR-Zeit – die ihre Spuren in Prora hinterlassen haben beschäftigen sich die Schüler bei selbstständigen Erkundungen des Geländes, Quellenforschung und Workshops mit politischen und gesellschaftlichen Strukturen zweier verschiedener Diktaturen. Dabei können – entsprechend der Interessen der Jugendlichen und der Lehrplangestaltung – verschiedenste gesellschaftliche Bereiche von Kultur bis zu Staatsapparaten beleuchtet und vertieft werden.

 

Auf der „Feldforschung“ aufbauend diskutieren die Jugendlichen übergreifende Strukturen und Merkmale von Diktaturen, recherchieren aktuelle Entwicklungen und setzen Vergangenheit und Gegenwart in Bezug. Stück für Stück wird in Kleingruppen und gemeinsamen Workshops erarbeitet, wie sich Diktatur und Demokratie voneinander abgrenzen lassen und was ein demokratisches Gemeinwesen ausmacht. Im Mittelpunkt stehen dabei die Erfahrungen und Anliegen der Jugendlichen. Denn schließlich geht es darum, das Verständnis dafür zu fördern wie individuelles Verhalten die Gestaltung der Demokratie prägt.

Im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung wird Wissen eigenständig erarbeitet und es werden komplexe Zusammenhänge in Geschichte und Gegenwart auf das eigene Leben bezogen. Reflexionseinheiten innerhalb der Workshops oder abends beim Lagerfeuer bieten die Möglichkeit, dass das was erarbeitet wurde nachhaltig verinnerlicht wird.

 

  

Zwischen den Workshopeinheiten bietet der Strand direkt vor der Jugendherberge genug Freiraum, um den Kopf freizukriegen. Ab 2021 geht es am letzten Tag der Klassenfahrt außederm auf eine geführte Seekajak-Tour, betreut von unserem erfahrenen Wassersportpartner. Denn nicht nur die Geschichte Proras ist faszinierend: Die Prorer Wiek, eine der belibtesten Buchten der Insel Rügen, ist mit ihrem kilometerlangen Sandstrand und dichtem Küstenwald einen Blick vom Wasser aus wert.
 

 

  

Prora: Erinnerungskultur und Ort der Begegnung

Das KDF-Bad Prora sollte das größte Ostseebad des "Dritten Reichs" werden. Zu DDR-Zeiten waren hier NVA-Soldaten stationiert.Heute befindet sich im fünften Block des viereinhalb Kilometer langen "Koloss von Rügen" die Jugendherberge Prora. Sie setzt am historischen Ort ein Zeichen für Begenung, interkulturelle Gemeinschaft und Toleranz. Und sie arbeitet in gemeinsamen Bildungsangeboten mit dem Dokumentationszentrum Prora und dem Prora-Zentrum daran Geschichte und Gegenwart aktiv miteinander zu verknüpfen.

  

Demokratie lernen

Diktaturen verstehen - Zeitgeschichte erleben

ab 169,00 €

4 Ü/VP, p. Pers.

9.-12. Klasse